Gemeindeleben

 

Der Pfarrgemeinderat stellt sich vor

 


Am 22.11.2015 wurde der Pfarrgemeinderat neu gewählt. Die neugewählten Mitglieder trafen sich am 13.12.2015 zur konstituierenden Sitzung. Unser Pfarrgemeinderat besteht aus dem Pfarrer und 8 gewählten Mitgliedern.

Die Mitglieder des Pfarrgemeiderates:

 

Herr Anselm o praem. Pfarrer
Lothar Jannek Vorsitzender
Sebastian v. Ostrowski stv. Vorsitzender
Kathrin v. Ostrowski stv. Vorsitzende
Stephan Brzonkalik
Claudia Gröhn
Christian Nurr
Corinna Köhler- Kuppe
Claudia Katriztki
 

Der Pfarrgemeinderat hat die Aufgabe, in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend oder beschließend mitzuwirken. Der Pfarrgemeinderat wurde eingerichtet, um die Mitverantwortung aller Christgläubigen (Laienapostolat) deutlicher spürbar und sichtbar zu machen.

 

 

 

 

 

 

 


„SING  MIT  MIR  EIN  HALLELUJA . . . !!!“

 

 

Jaa, genau DUU  bist  gemeint !!

Hast du Freude am Gesang ??   

Ist dir die Gottesdienstgestaltung wichtig ??

Dann fühle dich von uns angesprochen mitzusingen!!!

 

Wo soll ich mitsingen?  Wer spricht mich da an??

 

Wir sind der „Restchor“ von St.Joseph! Durch den Wegzug von einigen Chormitgliedern sind wir stark geschrumpft und brauchen DEINE HILFE, damit es mit dem Chorgesang zu den festlichen Gottesdiensten weitergehen kann!

 

Wir brauchen vor allem Männerstimmen ( Tenor und Bass ) sowie Frauen, die eher eine tiefere Stimmlage bevorzugen ( Alt )!

Wenn du oder Sie Interesse hast (haben), dann bitte mit unserem Chorleiter Michael Kadenbach in Verbindung setzen ( Kontaktdaten über die Pfarrei )

 

 

 

Unsere Reise in ein fernes, frommes Land

 

Schon immer wollte ich meine Heimatstadt, wo ich geboren und getauft wurde, kennenlernen. Es ist die Stadt Czernowitz, die in erstaunlich vielen Schreibweisen geschrieben wird und auch in der Geschichte zu viele Ländern gehörte. Das war Ungarn, zu den moldauischen Fürsten, die Türkei, die K. u. K. Monarchie Österreich Ungarn, Rumänien, Russland  als Sowjetunion und zurzeit gehört die Stadt der Ukraine. Demzufolge gab und gibt es wohl auch noch die verschiedensten Sprachen, die offiziell oder auch nur inoffiziell gesprochen und heute sogar auch in den Schulen gelernt und dann auf der Straße ausprobiert werden. 240000 Menschen leben heute dort im fernen Südosten am Grenzfluss Pruth, mit einem gewaltigen, herrlich im Jugendstil erbauten, Bahnhof. Die Stadt hat eine Universität mit vielen Studenten und hat kulturelle Einrichtungen die große Dichter und Denker hervorgebracht haben. Trolleybusse (vormals Straßenbahnen) fahren überall hin und bringen die Czernowitzer nicht nur zur Arbeit, wohl auch ins wunderschöne Theater, in die anderen Kulturstätten und - in die vielen Kirchen.  Ich wurde  in der römisch-katholischen Kirche „Aufstellung des Heiligen Kreuzes“ vor 72 Jahren getauft und suchte nun mit meinen spärlichen Kenntnissen, die ich von meiner leider schon verstorbenen Mutter gesagt bekam, Spuren meiner Kindheit. Schon nach drei Monaten nach Geburt sind wir 1940 „gegangen worden“ und zwar nach der Devise „Heim ins Reich!“ Meine Familie war deutschstämmig und ging darum „heim“, erzählte aber immer wieder die wunderbarsten Geschichten von ihrer alten Heimat, waren sie doch allesamt in Czernowitz geboren worden. Wen wundert´s, dass wir diese Stadt sehen und erleben wollten. Ich fand meine Kirche und einen dort angestellten polnischen Pater, der uns mit seiner liebenswürdigen Gastfreundschaft zu sich einlud und uns bewirtete. In der Kirche hing über dem Taufbecken ein Ölgemälde von dem Pfarrer Schmidt, der meine Mutter traute und mich taufte. Das berührte mich sehr. Auch den anderen Kirchen statteten wir Besuche ab. Zuerst fiel uns schon beim ersten Spaziergang auf, dass Jung und Alt sich in der Nähe einer Kirche verneigten, die Mütze zogen und sich auf der Straße sogar bekreuzigten, innehielten und dann erst weitergingen. In den Kirchen, die allesamt prachtvoll und kostbar ausgeschmückt waren, versammelten sich (außerhalb der Gottesdienste!) junge und alte Leute, reich gekleidet, aber oft auch sehr arm. Sie kommen ehrfürchtig in die Kirche, bekreuzigen sich viele Male, gehen von Heiligen-Bild zu Heiligen-Bild verneigen und küssen sogar das Bild. Das alles geschieht in einer selbstverständlichen Überzeugung und in innerer Ruhe. Auch auf der langen Hin- und Rückfahrt mit dem Auto auf den „sauschlechten“ Straßen sahen wir neben der augenfälligen Armut der Dörfer mit ihren Bewohnern überall neu erbaute Kapellen und Kirchen, die von weiten mit ihren vergoldeten Dächern uns grüßten. Madonnen wurden an den Stellen, wo vormals die Helden des II. Weltkrieges standen, errichtet. Selbst in den Vorgärten sah man winzige schöne Kapellen mit ihren Familienheiligen. Uns war das alles schon zu viel des Guten, wobei wir großen Respekt haben, wenn wir darüber nachdenken, wie diese Menschen in den langen Jahren des Verbots ihrer Religionen, diese nun wieder in einer Renaissance entstehen lassen. Aber mir fiel dabei auch das Wort von Bernhard von Clairvaux ein: „Die Kirche erglänzt in ihren Mauern und lässt es fehlen an allem bei ihren Armen. Sie bekleidet ihre Steine mit Gold und lässt ihre Kinder nackt…“

Karl Várdaru

 

 

 

 

 

Am 2. Sonntag nach Ostern

„Auch ihr sollt Zeugen sein“

 

In dieser nach - österlichen Zeit sind unsere Gedanken und Gebete noch oft verbunden mit unserem Glauben in Christi Auferstehung. So war es auch heute Morgen in unserem Gottesdienst. Der Pfarrer hatte das oben genannte Schriftwort als Leitwort seiner Predigt genommen: „In unserer Zeit Zeugen sein von der Auferstehung Jesu Christi.“

Da fiel mir ein Gespräch ein aus der Zeit unmittelbar nach der Wende zur deutschen Einheit. In meiner Beratungsarbeit für Ehe- und Familienfragen beim Caritasverband in Berlin sprach ich mit einem Ehepaar.

Am Ende des Gespräches verabschiedete ich mich mit dem sonst so gebräuchlichen Satz: Dann wünsche ich Ihnen frohe Ostern.

Das Ehepaar verließ das Zimmer, aber kurz darauf klopfte der Mann an der Tür und wollte noch etwas fragen: „Ostern, hat das etwas mit Weihnachten zu tun?“ Etwas überrascht von dieser Frage sagte ich etwas suchend: „Das kann man wohl sagen, zu Weihnachten hat alles angefangen.“

Bei unserem nächsten Gespräch nach Ostern kamen wir auf dieses Erlebnis zu sprechen und wurde es deutlich, was es bedeutet, dass Christus wahrhaft auferstanden ist, dass er lebt und uns immer zur Abendmahlfeier in der Kirche einlädt.

Ich war noch Tage danach dankbar für dieses Gespräch und glaube, dass auch heute manchmal unsere Mitbürger wissen möchten, was wir von unserem Glauben mitteilen können.

 

Jacob Velthof